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Elektro-mechanische Slot Machines
Bild: Bally Modell 809 (1967) Seit in den sechziger Jahren in die bis dahin rein mechanisch funktionierenden Geräte elektromechanische bzw. elektronische Komponenten integriert wurden, konnten weitere Möglichkeiten in die Geräte implementiert werden, ohne jedoch die Grundidee zu verändern. Als Pionier für diese Erweiterungen muss die Firma Bally gesehen werden, die mit der Einführung ihrer elektro-mechanischen Baureihe den Slot Machines Markt revolutionierte . Im Jahre 1963 stellte sie ihr Modell 742 vor, die erste Slot Machine mit elektro-mechanischer Technik. Dieses und vor allem die im folgenden Jahr erschienene überarbeite Version, Modell 742a revolutionierten den Slot Machines Markt in den führenden amerikanischen Casinos. Beide Maschinen waren identisch, der Unterschied lag lediglich in der Betriebsspannung. Das Modell 742, auch "Commander" genannt, funktionierte komplett mit der in den USA üblichen Spannung von 115V. Aus Sicherheitsgründen wurde diese jedoch im Modell 742a auf 50V hinuntertransformiert. Das Modell 742a bekam kurze Zeit später den Bei-Namen "Money Honey". Der Grund für den Erfolg des "Money Honey" war relativ einfach, in den Casinos gab es zu dieser Zeit ausschließlich mechanische Geräte, die sich in den letzten Jahrzehnten nicht bemerkenswert weiterentwickelt hatten.
Bild: Bally modell 742a Money Honey (1964) Erstmals waren durch neue Auszahltechniken (Hopper) und eine neue, weil elektrisch funktionierende Abtastung der Walzenstellung Gewinnmöglichkeiten gegeben, die mittels des reinen mechanischen Prinzips nicht oder nur extrem aufwendig zu realisieren gewesen wären. Direkt vom Automaten auszuzahlende Gewinne konnten nun stattliche Höhen (200 Münzen und mehr) erreichen, bei den mechanischen lagen die Maximalgewinne je nach verwendeter Münzsorte bei meistens 18 Münzen, von den über ein separates Auszahlsystem ausgeworfenen Jackpots einmal abgesehen.
Bild: Elektro-mechanische Slot Machine (Hersteller Bally Modell 955, 1972) Am Spiel selbst änderte sich jedoch wenig, Es wurden immer noch Walzen verwendet, die größtenteils die gleichen Gewinnsymbole aufwiesen, wie sie schon jahrzehntelang auf ihren mechanischen Vorfahren zu sehen waren. Es handelte sich meistens um Kirschen, Orangen, Pflaumen und Glocken. Hier und da gesellten sich "Bar(engl.: Stange) oder auch "7 (gilt als Glückszahl im amerikanischen Raum) Symbole hinzu. Gewinne wurden nur auf einer einzelnen Gewinnlinie gegeben (darunter versteht man die meistens mit einem Strich verdeutlichte Linie auf dem Glas vor den Spielwalzen, auf der alleine Gewinne möglich sind, vielfach auch Centerline genannt, da sie in der Mitte der Scheibe vor den Walzen liegt). Das Anhalten der Walzen geschah nach wie vor rein zufällig und wurde wie bei den alten Modellen über ein Uhrwerk (Bremse) gesteuert.
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