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Sammeln von Slot MachinesEs muss nicht direkt eine große Sammlung sein, auch eine einzelne Maschine macht schon Spaß. Man sollte sich nur genau überlegen, welcher Art von Bandit man den Vorzug gibt. Die verschiedenen Gerätegenerationen haben alle ihre Vor- und Nachteile. Soll das Gerät als reines Deko-Objekt verwendet werden, ist die Funktionsfähigkeit nur sekundär. Möchte man es allerdings als Spardose verwenden, kommt sehr schnell die Frage auf, was passiert, wenn die Maschine mal nicht mehr so will, wie sie soll. Elektronische Maschinen Für den technisch vollkommen unversierten Interessenten kommt hier eigentlich nur ein vollelektronisches Gerät in Frage, Hier ist im Regelfall nur der Tausch der Speicherbatterie alle paar Jahre notwendig. Ansonsten sind diese Geräte, die ja eigentlich für den harten Casinoalltag konzipiert worden sind, vollkommen wartungsfrei, so dass man viele Jahre Spaß daran hat. Ein richtiges Problem entsteht lediglich dann, wenn mal wirklich etwas kaputt geht. Durch den Einsatz von Micro-Controllern und relativ moderner Elektronik bleibt eine Reparatur nur wirklichen Fachleuten überlassen. Ganz besonders schlimm wird es, wenn spezifische Bauteile wie Eproms (das sind Speicherbausteine, die das Spielprogramm der Maschine enthalten) kaputtgehen. Diese sind nach 10-15 Jahren, und das ist das übliche Alter in dem modernere Geräte in den Privatbesitz gelangen, nur äußerst schwierig, wenn nicht sogar unmöglich zu bekommen. Ich ziehe mir von solchen Bausteinen deshalb immer eine Sicherheitskopie, die ich auf CD-ROM gespeichert verwahre. Dazu braucht man allerdings Spezialequipment, aber es meistens die einzige Möglichkeit, Geräte mit einem derartigem Defekt wieder instandzusetzten. Man muss allerdings auch sagen, dass die meisten elektronischen Geräte äußert robust sind und schwere Störungen nur sehr selten vorkommen. Für welchen Hersteller man sich entscheidet ist eigentlich egal, sowohl Ballys, IGTs, Sigmas, Universals, Aristocrat's und auch die Geräte der relativ neu dazugekommenen Hersteller WMS, Atronic, Novomatic, Cirsa und Franco sind im Privatgebrauch aus dem Blick der Störunanfälligkeit ziemlich gleichwertig. Abraten würde ich lediglich von den frühen elektronischen Aristocrat, die zu Beginn der 80er Jahre hergestellt wurden. Bergmann Geräte sind in Deutschland naturgemäß recht häufig anzutreffen, mich haben sie allerdings nie so recht überzeugt, einer ihrer großen Vorteile ist allerdings ihre nahe Verwandtschaft zu den Geldspielgeräten des gleichen Herstellers, so dass Ersatzteilprobleme kaum auftreten. Mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind auch Bally Maschinen der S5000 Serie (nicht zu verwechseln mit der 5500er Serie!), hier gibt es häufig Probleme mit dem Netzteil, vor allen Dingen bei häufigem Ein- und Ausschalten, was im Privatgebrauch eher vorkommt als im gewerblichem Betrieb. Für mich, aber das gibt lediglich meine persönliche Meinung wieder, sind Bally Geräte der Proseries (S5500) und IGT Geräte der S-Plus Reihe die Favoriten. Hier stimmen die Technik, das Design und die Spielideen. Danach kommen aber sofort die extrem zuverlässigen Geräte von Sigma und Universal, die mich allerdings vom Design nicht hundertprozentig überzeugen. Dies ist allerdings wie schon gesagt- eine sehr persönliche Einschätzung. Ein weiterer Vorteil der gerade genannten Maschinen von IGT und Bally, ist die gute Verfügbarkeit von Ersatzteilen von Kleinteilen bis hin zu den sogenannten "Conversion Kits". Ein solches Kit beinhaltet alle Glasscheiben, die Walzenstreifen und die Spielprogramm Eproms. Nach dem Einbau hat man praktisch ein vollkommen anderes Gerät. Möchte man sich also eine Elektronische Slot Machine kaufen, spielt der persönliche Geschmack mit Sicherheit eine der wichtigsten Rollen, vom Geldbeutel abgesehen natürlich. Für eine funktionsfähige, gut erhaltene elektronische Slot Machine muss man ungefähr 500-1500 Euro anlegen und vor allen Dingen lange suchen. Elektro-mechanische Slot Machines Diese Geräte sind ebenfalls sehr langlebig und robust, haben allerdings durch die verwendete Technik einen deutlich höheren Wartungsbedarf. Regelmäßiges Reinigen der Kontakte und ab und an ein kleiner Schmierdienst fordern schon leichte Grundkenntnisse auf den Gebieten Elektrik und Mechanik. Klarer Vorteil hier: diese Geräte kann man immer wieder zum laufen bringen, da hier keinerlei Elektronik zum Einsatz kommt. Wer sich eine solche Maschine kauft, aber sich mit der Technik noch nicht auskennt, sich andererseits aber vorstellen kann, sich hier weiterzubilden, findet in den Büchern aus dem Liberty Bell Verlag oder der Mead Publishing Company hervorragende Hilfen. Die Frage für ein Gerät welchen Herstellers man sich entscheiden sollte, ist bei elektro-mechanischen Maschinen sehr einfach zu beantworten: Bally, Bally oder Bally! Die Firma Bally war der Pionier dieser Technik und andere Maschinen werden auch nur sehr schwer zu finden sein. Ersatzteilprobleme sind ebenfalls nur auf einige wenige typenspezifische Teile wie Glasscheiben beschränkt, die meisten anderen Teile sind relativ problemlos zu bekommen. Preislich liegen Bally Maschinen zwischen 200 und 1500 Euro. Welches Gerät der zahlreichen verschiedenen Modelle man kauft, ist wieder eine Frage des persönlichen Geschmackes. Viele Sammler, vor allen Dingen in den USA, schwören auf Geräte der 800 Serie, ich sehe die Sache allerdings da sehr viel lockerer. Ein Bandit ist dann gut, wenn er mir gefällt! Von den Bally Geräten sind relativ viele umgerüstete Varianten auf dem Markt, hier verdienten in den sechziger und siebziger Jahre einige Leute gutes Geld. Ältere Geräte wurden mit neuen Scheiben etc. ausgerüstet, um die Investition für vollkommen neue Geräte zu sparen. Ähnliches passierte übrigens auch auf dem Flippersektor, lustigerweise waren auch hier hauptsächlich Bally Geräte betroffen. Damals kamen Bally Flipper und Bally Banditen noch von ein und derselben Firma. Umbaugeräte sind mit Vorsicht zu genießen, da hier manchmal nach dem Prinzip der "freien Verdrahtung" gearbeitet wurde, was mich schon mehrmals an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Mechanische Banditen Für mich die "Königklasse", allerdings sollte man schon über recht gute Kenntnisse auf dem Gebiet der Mechanik verfügen, wenn man ein solches Gerät einmal selber reparieren möchte. Zahllose Hebel, Federn und andere Bauteile sind hier verarbeitet und nötigem mir immer wieder Respekt vor den Konstrukteuren ab, die diese mechanischen Meisterwerke Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts so gut konstruiert haben, dass das Bauprinzip bis in die Sechziger Jahre überlebt hat. Optisch gehen diese Geräte von superschön bis nun ja- "interessant...". Der Hersteller spielt hier eine wirklich untergeordnete Rolle, wenn man einen mechanischen Banditen zu einem fairen Preis bekommt, heißt es nur eins: Kaufen!! Abzuraten ist hier lediglich von Nachbaugeräten, die speziell in den USA angeboten werden. "Golden Nugget" oder "Mills War Eagle" für Preise um 3000 Dollar sind meistens Repliken, die kaum die ersten hundert Spiele unbeschadet überstehen. Zum Glück ist derartiger Schrott in Europa recht selten. Preislich geht hier alles, man kann ein Gerät für 100 Euro bekommen wenn man Glück hat, aber für manche Geräte gelten auch Preise in der Größenordnung eines Mittelklassewagens. Ein guter Tipp sind hier Aristocrat Maschinen. Diese wurden in Europa bis in die siebziger Jahre vielfach auf Kreuzfahrtschiffen eingesetzt und sind super robust, schön anzusehen und vielfach schon für paar hundert Euro zu bekommen. Kaufen von Slot Machines Das Geld ist da, die entsprechende Geräteart ist ausgewählt, aber wo bekomme ich nun ein Gerät her? Der schnellste Weg ist einfach bei einem Gebrauchtautomatenvertrieb, von denen es in Deutschland mittlerweile einige gibt, nachzufragen. Man geht hier allerdings immer das Risiko ein, dass man nicht immer das gewünschte, sondern ein oft nur ein "mindestens gleichwertiges" Gerät bekommt. Außerdem sind solche Geräte nur selten günstig. Wen das nicht stört und wer genug Geld hat, für den ist dieser Weg sicherlich interessant. Dem ernsthaften Sammler mit beschränktem Budget sei hier allerdings vor allem Ebay empfohlen, hier werden recht häufig gute Geräte angeboten. Allerdings ist ein blindes Bieten recht gefährlich, man sollte sich das Gerät genau beschreiben lassen und es sich am bestem vor dem Bieten ansehen, seriöse Anbieter werden das verstehen! Ansonsten gelten für den Banditenkauf die gleichen Regeln wie für Gebrauchtwagen, Misstrauen kann viel Geld sparen. Sonstige Quellen für Banditen sind natürlich das restliche Internet und Automatenaufsteller. Es ist immer wieder schön, wenn man nach zahllosen Telefonaten hört, dass da noch "irgend so’n Ding in der Ecke steht". Aber die Suche nach Geräten ist doch fast der halbe Spaß!! Ich habe Geräte schon auf dem Sperrmüll gefunden, im Zehnerpack für 100 Euro von den oben genannten Versandhändlern gekauft ("das ist aber nur Schrott, da sind unsere Spezialisten dran gescheitert...) oder bei Ebay gekauft. Alles ist möglich! Eine gute und vor allen Dingen seriöse Quelle ist die Kenomaten GmbH, die nur mit Slot Machines handelt. Der Laden ist in Paderborn und hat immer zahlreiche Geräte am Lager (nur elekronische Banditen). Die Hauptsache sollte sein, dass man Spaß an der Sache hat. Aber Vorsicht, ein Bandit bleibt selten allein....
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