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Mechanische Slot MachinesModifikationenAuf dieser Seite sollen einige Modifikationen besprochen werden, die man an mechanischen Banditen durchführen kann. Zuerst jedoch der Hinweis, dass die meistens Modifikationen den Wert eines Banditen nicht unbedingt steigern. Am besten ist immer die Geräte im möglichst originalen Zustand zu erhalten. Einige Modifikationen sind jedoch vollkommen rückbaubar und beeinflussen den Wert daher nicht. Manchmal kann es aber auch nötig sein, beschädigte Teile zu erneuern, wie zum Beispiel zerbrochene oder fehlende Glasscheiben. Auszahlquotenänderung Da die hier besprochenen mechanischen Geräte eigentlich nur noch dekorativen Zwecken dienen oder als Spardose eingesetzt werden, ist eine zu hohe Auszahlqoute eher hinderlich. Schließlich ist der Sinn einer Spardose der, dass das eingeworfene Geld darin bleibt. Da manche Banditen recht hohe Quoten (teilweise über 90%) haben, kann das Einwerfen vieler Münzen sehr schnell zum Geduldsspiel werden. Faustregel hier ist , dass man immer dann sehr viel gewinnt, wenn man es eigentlich gar nicht möchte. Die Änderung der Quote ist sehr einfach durchzuführen. Auf der Seite "Mechanische Geräte: Funktion" wurde erklärt, das auf den Indexrädern konzentrische Lochkreise enthalten sind, die mit den auf der Gewinnlinie auftretenden Gewinnsymbolen korrespondieren und die dann in der Phase der Gewinnermittlung durch Taster abgefragt werden. Verschliesst man nun eines der zugehörigen Löcher im Indexrad und ändert das entsprechende Symbol auf der Walze in eines, das zu keiner Gewinnkombination führt (meistens ist hier eine Zitrone zu wählen, da zwar viele Geräte auf den Walzen Zitronen aufweisen, diese aber so gut wie nie im Gewinnplan auftauchen), hat man die Quote gesenkt. Durch einfaches Ausrechnen kann man feststellen, welche Änderung zur gewünschten Quote führt. Im Bild ist die Auszahlquotenberechnung für einen Aristocrat Goldstar dargestellt. Hierbei ist zu bemerken, das dieses Gerät einen Jackpot beinhaltet, der bei genau 2 Kombinationen ausgelöst wird und dessen durchschnittliche Größe mit 157 Münzen angenommen wird. Im Beispiel wird aber mit einer Jackpothöhe von 175 gerechnet, dies rührt daher, das beim Gewinn eines Jackpot zusätzlich 18 Münzen aus der Münzröhre ausgezahlt wird. Außerdem verfügt das Gerät über ein "27 Ways To Win" Feature. Darunter versteht man, das ein Gewinn von 18 Münzen ausgezahlt wird, wenn das Topsymbol, in diesem Fall der Aristocrat Schriftzug, auf allen drei Walzen in verschiedenen Positionen (auf der Gewinnlinie, eine Position darüber oder darunter) auftaucht. Da dies für jede Walze 3 Positionen sind, ergibt sich die Auftretenswahrscheinlichkeit zu 3*3*3=27. In die Quotenberechnung gehen allerdings nur 26 dieser Positionen ein, da eine davon, nämlich alle 3 Symbole auf der Payline, den Jackpot auslöst, der bereits eingerechnet wurde. Aus diesem Bild kann man leicht erkennen, welchen Einfluss die Änderung einzelner Symbole (mit dem entsprechenden Verschliessen der Indexradlöcher natürlich) hat.
Bild: Auszahlquote Aristocrat Goldstar (ca. 1965) Glasrepararturen"Neuere" Banditen, hier sind Geräte aus den Sechzigern gemeint, weisen häufig große beleuchtete Glasflächen auf. Häufig werden Geräte angeboten, bei denen diese Scheiben beschädigt sind oder mehr oder weniger gut ersetzt wurden. Hier das Bild eines recht abschreckenden Beispiels:
Bild: Aristocrat Goldstar aus eBay Es handelte sich ursprünglich um einen Aristocrat Goldstar mit einem recht seltenen Münzkarussell, bei dem die untere Scheibe äußerst "professionell" gegen eine selbsterstellte getauscht wurde, die zudem noch den kompletten Jackpot verdeckt. Wenn ich mich recht erinnere, wurde dieser Bandit bei Ebay für ca. Euro 250,- angeboten. Leider ist der Zustand des Gehäuses nicht zu erkennen, aber da die meisten Aristocrats mit modifizierten Gehäusen angeboten werden, (Da sie vorwiegend auf Fähren in Nordeuropa eingesetzt wurden, musste die Münzannahme abschließbar sein, um den jeweiligen Gesetzen innerhalb der Hoheitsgebiete der verschiedenen Ländern Genüge zu tragen. Dies wurde meisten mit einem geänderten Gehäuseoberteil realisiert.) ist die Maschine allein wegen des Gehäuses interessant. Allerdings muss die Scheibe schnellsmöglichst getauscht werden, wenn man nicht gerade vor hat, den Banditen im Keller aufzustellen. In der heutigen Zeit stellt es kein Problem dar, eine derartige Scheibe zu reproduzieren. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen einige wegen des erforderlichen Hinterglasdruckes aus Kostengründen in den meisten Fällen ausscheiden. Andere sind dagegen recht preiswert und können sich vom Ergebnis trotzdem sehen lassen. Das folgende gilt übrigens für Banditen aller Baureihen. Als erstes versucht man eine möglichst gute Abbildung der Originalscheibe zu bekommen. Das Internet hat mir in den meisten Fällen geholfen. Dann baut man die Grafik mittels Computer und entsprechendem Grafikprogramm in Originalgröße nach. Dies ist unter Umständen recht aufwendig, aber die Mühe hier sorgfältig zu arbeiten lohnt sich. Die so erstellte Grafik stellt später den sichtbaren Teil dar. Da die Scheibe später von hinten beleuchtet wird, muss sichergestellt sein, dass nur bestimmte Bereiche durchscheinend sind. Ich habe mit verschiedenen Farbdruckarten experimentiert (Laser, Tintenstrahl etc.), aber niemals erreicht, dass ein "Schwarz" nicht doch von hinten durchleuchtet wird. Deshalb erstellt man auf der Basis der Hauptgrafik eine weitere, bei der alle Teile, die durchscheinen sollen, weiss, alle anderen dagegen schwarz gedruckt werden. Legt man diese nun übereinander, so ist das Ergebnis absolut ausreichend. Man sollte allerdings für den Druck über einen Drucker im A3 Überformat verfügen, damit man später keine Schnittkante im Sichtbereich hat, was aber durch die zahlreichen Copy-Shops kein wirkliches Problem darstellt. Als nächstes besorgt man sich zwei Glasscheiben in der erforderlichen Größe. Bei der Dicke ist zu beachten, dass beide Scheiben zusammen die Dicke der Originalscheibe ergeben müssen. Diese sind normalerweise 4-6mm stark, eine Dicke von jeweils 2-3 mm für die Ersatzscheiben ist also vollkommen in Ordnung. Die beiden Drucke müssen nun noch genau aufeinander und zwischen die beiden Glasscheiben gelegt werden. Das Ganze fixiert man dann am Rand mit etwas Isolierband. Danach heißt es nur noch zusammenbauen und fertig. Ich habe diese Vorlagen für mehrere Aristocrat und Bally Banditen bereits erstellt, wer da mal was braucht, einfach melden. Diese Dateien sind allerdings größer als 30Mb, man sollte also einen halbwegs vernünftigen Rechner haben, wenn man nicht gerade gerne stundenlang auf seinen Rechner warten möchte, Maß der Dinge ist natürlich ein Macintosh! Hier noch ein paar Bilder auf denen u.a. die Goldstarscheibe abgebildet ist, die der oben abgebildete Apparat so dringend braucht... Bild: Nachgebaute Goldstar Scheibe (für eine vergrößerte Ansicht bitte anklicken)
Bild: Nachgebaute TicTacToe Scheibe mit Zusatzdruck zur Verhinderung des Durchscheinens
Bild: Aristocrat TicTacToe mit nachgebauter Scheibe Sonstige Modifikationen Etwas was mir immer sehr viel Spaß macht, ist es einen Banditen so umzubauen, dass ein völlig neues Gerät entsteht. Hierbei sind verschiedene Schritte nötig, wie Erstellung der Grafiken, evtl. Gehäusemodifikationen und Herstellung neuer Walzenstreifen. Ich gehe manchmal soweit den Gewinnplan zu ändern, indem neue Gewinnmöglichkeiten hinzugefügt werden, was aber nur dem fortgeschrittenen Schrauber zu empfehlen ist, da hier teilweise massive Eingriffe in die Technik nötig sind, die größtenteils dann auch nicht mehr mit einfachem Handwerkszeug zu erledigen sind. Ich benutze dazu auch immer nur Geräte, bei denen sich eine Überholung im Originalzustand durch den Gesamtzustand nicht lohnt. |
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