|
|
|
|
|
Mechanische Slot MachinesReparaturtippsMechanische Banditen sind normalerweise äußerst robust und nahezu unverwüstlich. Trotzdem funktioneren auch sie nicht immer so wie sie sollen. Hierzu ist erst einmal wichtig den Fehler genauer einzugrenzen. Laufen die Walzen nicht oder nur zu kurz, werden bestimmte oder alle Gewinne nicht ausgezahlt oder werden die Walzen nicht angehalten? Manchmal treten solche Probleme aber auch in Kombination auf. Die häufigste Ursache für eine Fehlfunktion ist aus meiner Erfahrung kein mechanischer Defekt, sondern schlicht mangelnde Schmierung. Nun sollte man sich davor hüten die gesamte Maschine mit Rostlöser einzujauchen, im irrigen Glauben durch die gute Kriechfähigkeit dieser Öle würden schon alle Stellen genug Öl abbekommen. Man muss sich vor Augen halten, dass die meisten dieser Maschinen schon einige Jahrzehnte alt sind, um die wahre Ursache zu erkennen-ranziges Schmierfett! Alle Hebel, Gelenke, Walzen etc. haben bei der Produktion eine Portion Schmierfett abbekommen und die Reste davon sind immer noch in den meisten Maschinen zu finden. Dieses Fett wird jedoch im Laufe der Zeit ranzig und verliert seine Schmierfähigkeit völlig. Es fühlt sich dann auch eher teigig an und riecht recht unangenehm. Für dieses Problem gibt es nur einen Lösung: das alte Fett restlos entfernen, die entsprechenden Teile sorgfältig reinigen, mit neuem Fett zu versehen und wieder zusammenzubauen. Ich verwende immer einfaches säurefreies Kugellagerfett, was völlig ausreichend ist. Welche Teile betroffen sein können, lässt sich recht einfach feststellen, wenn man die gesamte betroffene Funktion betrachtet. Die Beschreibung der einzelnen Zyklen auf der Seite "Mechanische Geräte: Funktion" kann dabei hilfreich sein. Grundlegendes Für die Arbeiten an mechanischen Banditen gelten die gleichen Regeln, wie für andere Reparaturen. Neben den üblichen zu beachtenden Sicherheitsregeln, sollten weitere grundsätzliche Sachen beachtet werden. Der Arbeitsplatz sollte sauber und hell erleuchtet sein und zusätzliche Ablageflächen bieten. Vor dem Beginn einer Demontage sollte man sich darüber klar sein, ob man der Arbeit gewachsen ist oder doch lieber jemand fragt, der sich mit mechanischen Geräten besser auskennt. Ein zerlegter Bandit, den man nicht mehr zusammenbekommt, ist nicht mehr viel wert, jedenfalls deutlich weniger als ein komplettes, wenn auch nicht funktionsfähiges Gerät. Hilfreich ist es außerdem, jeden einzelnen Schritt einer möglichen Demontage durch Bilder und Notizen zu dokumentieren. Man glaubt nicht, wie schnell man die genaue Lage eines Bauteils vergessen kann. Fehlersuche Als Beispiel für die Reparatur eines Banditen wird hier das Problem schlecht laufender Walzen betrachtet. Die folgende Darstellung möglicher Fehler ist allerdings nicht vollständig, -es gibt durchaus weitere Ursachen für schlechten Walzenlauf-, ich denke, sie gibt aber einen guten Einblick in eine systematische Fehlersuche. Möglichkeit 1: Die Walzenlagerung selbst. Diese kann einfach überprüft werden, indem man kurz nach Spielstart -und zwar bevor die Bremshebel einfallen-. den Timerlüfter festhält. Man kann dann die Walzen frei mit der Hand drehen und ihre Lagerung prüfen. Dabei ist ebenfalls zu prüfen, ob die Walzen 2 und 3 weiterlaufen, wenn man Walze 1 festhält und ob Walze 3 weiterläuft, wenn die ersten beiden festgehalten werden. Dazu muss man folgendes wissen: Zwischen den beiden Seitenteilen der Maschine verläuft eine Stahlachse. Auf dieser ist aber lediglich Walze 1 direkt gelagert und zwar durch eine Hohlwelle über die fast gesamte Breite der Maschine. Walze 2 ist auf dieser Hohlwelle gelagert und zwar wiederum durch eine eigene Hohlwelle, die gleichzeitig als Lager für Walze 3 dient. (In Wirklichkeit sind die einzelnen Wellen eigentlich nur direkt mit den Indexrädern verbunden, die Walzen selber werden durch eine Klemmvorrichtung auf den Wellen gehalten) Wenn man diese Konstruktion kennt, kann man den Ort einer eventuellen Störung sehr schnell lokalisieren. Abhilfe: Walzeneinheit ausbauen, zerlegen, reinigen und neu fetten. Achtung: Zum Zerlegen muss man die Klemmungen der Walzen 1 und 2 lösen, unbedingt die genaue Position der Walzen auf den jeweiligen Hohlwellen markieren!! Möglichkeit 2: Die Lagerung des Anschlagarmes. Der Anschlagarm wird durch eine sehr starke Feder in seine Ausgangslage zurückgezogen und schlägt dabei die Indexräder an, was diese und damit die Walzen in Drehung versetzt. Betrachtet man diesen Vorgang bei geöffnetem Gehäuse, wird man bei korrekter Funktion dieses Hebels das Rückziehen kaum erkennen können, da die Geschwindigkeit durch die starke Federkraft sehr groß ist. Bewegt sich dieser Hebel aber relativ langsam, so ist die Ursache mangelhaften Walzenlaufes gefunden. (Tipp: Bei den meisten älteren Geräten kann die eigentliche Maschine nur nach hinten aus dem Gehäuse entfernt werden, was manche Prüfungen unmöglich macht. Um diese Funktionen dennoch testen zu können, baut man die komplette Einheit aus und stellt sie auf einen stabilen Tisch. Zum Ausbau ist es meisten nötig, ein oder zwei Schrauben, meistens Rändelschrauben, an der unteren Grundplatte zu entfernen und dann die Einheit nach hinten herauszuziehen. Ein Spiel kann dann durch den Einwurf einer Münze direkt in den Münzkanal (oder durch eine entsprechende Simulation) und das Drücken des Haupthebels gestartet werden. Der Haupthebel ist recht einfach zu finden, er befindet sich immer auf der rechten Seite der Maschine im unteren Drittel und hat meistens eine zylindrische Betätigungsfläche auf die der eigentliche Spielhebel wirkt) Abhilfe: Hebel ausbauen, reinigen und neu fetten. Möglichkeit 3: Mangelhafte Ausrichtung der Anschlagflächen der Indexräder zueinander. In diesem Fall trifft die Anschlagfläche des Anschlagsarmes die Anschlagflächen der Indexräder nicht 100%ig gleichzeitig, was eine schlechte Energieübertragung bewirkt. Das Fehlerbild ist recht eindeutig, die Walzen bewegen sich kurz, um dann nur noch in leichte Pendelbewegungen zu verfallen, die erst mit dem Einfallen der Bremse enden. Abhilfe: Da die entgültige Postion der Walzen und damit der Indexräder durch die von den Bremshebeln gesperrten Zahnrädern gegeben ist, muss man die Klemmung Walzen 1 und 2 lösen und die Indexräder korrekt auf die Position des Indexrades 3 ausrichten. Andere Fehlermöglichkeit: Die obere Platte des Ausrichterarmes kann beschädigt sein. Hier ist Nacharbeiten oder Austausch erforderlich, was allerdings ein wenig Aufwand bei der Ersatzteilherstellung oder -beschaffung erfordert. Allerdings ist dieser Fehler sehr selten. |
||
|
© 2002 by Top-Fuel |