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Slot Machines mit Walzen und BildschirmBeinahe unmerklich haben Videoslots die klassische Walzenmaschinen in den grossen Casinos dieser Welt in den Hntergrund gedrängt. Um Spielern, die in der Hauptsache an Walzenmaschinen interessiert waren, die neue Gerätegeneration schmackhaft zu machen, wurden beide Technologien einfach kombiniert. IGT stellte seine „Vision Series“ vor, die bekannte Walzenspiele mit einem TFT Bildschirm kombinierten, der für Bonusrunden verwendet wurde. Bally ging mit seinem Evo Hybrid noch ein Stück weiter, hier wurde ein deutlich grösserer TFT Schirm verwendet, der zusätzlich auch noch als Touchscreen ausgelegt war.
Bild: Bally Evo Hybrid - Modell "Wild Times" 12/2004 Die Vorteile der Komination beider Technologien kommen allerdings nicht nur dem Spieler zu Gute. Speziell für den Techniker ist es ein gute Arbeitshilfe, Diagnose- und Einstellungfunktionen auf einem Monitior in Klarschrift zu sehen und durch einfaches Berühren der entsprechenden Optionen anwählen zu können. Wer jemals bei einem IGT der S-Plus Serie einen Banknotenakzeptor nachgerüstet hat, weiss wovon ich spreche.
Bild: Bally Evo Hybrid - Einstellmenü auf dem Touchscreen Bild: Bally Evo Hybrid - Buchhaltungdaten auf dem Touchscreen Bally Evo Hybrid Die Bally Evo Hybrid Serie hatte allerdings keine sehr lange Lebensdauer, meines Wissens kam sie 2003 auf den Markt und wurde 2005 wieder eingestellt. Das hier abgebildete Gerät ist Produktionsdatum 12/2004. Die Technik der Hybridreihe unterscheidet sich deutlich von den „normalen“ Bally Slots aus den gleichen Produktionsjahren. Im wesentlichen basiert die Hybrid Technik auf einem normalen PC mit einem Pentium III Prozessor und einem DVD-ROM als Datenspeicher (siehe Bilder). Dies ist eine Erlärung warum ein Hybrid nach einem Kaltstart ca. 5min - 15min (!) Bootzeit benötigt.
Bild: Bally Evo Hybrid - Innenansicht
IGT Vision Series Die IGT Vision Series ist meiner Ansicht nach der bessere Versuch gewesen als die relativ erfolglose Bally Evo Hybrid Serie, die ich in einem anderen Kapitel beschrieben habe. Es gab zwar einige interessante Spiele mit schönen Bonusrunden auf der Bally Platform, aber ich finde die ganze verwendete Technik nicht wirklich ausgereift. Die Bootdauer ist indiskutabel lang (mein „Playboy“ brauchte 15-20 Minuten bis zur Spielbereitschaft) und das ganze System kam mir immer sehr fehleranfällig vor. Ich hatte nach dem Bootvorgang häufiger irgendwelche „Reel Control Unit“ Errors, die einen dann Re-Boot erforderten, der wieder genauso lange dauerte. Danach war das Fehler zwar meistens- weg, aber dies hat mein Vertrauen in die Hybrid Technologie nicht besonders erhöht. Dieses Verhalten hatte ich bei übrigens bei mehreren Geräten aus dieser Serie, also waren es keine Einzelfälle. Die Vision Series von IGT empfinde ich als deutlich robuster und die Geräte haben vor allem eine Bootzeit,die im Bereich von einer Minute liegt.. Die Geräte basieren auf der erprobten S-2000 Plattform, die wiederum der Nachfolger der bekannten S-plus Serie ist. Ein Vision ist also im wesentlichen ein S-2000 mit einem zusätzlichen LCD Bildschirm im oberen Teil. Dieser ist im Gegensatz zur Bally Hybrid Serie nicht als Touchscreen ausgeführt. (Es gibt allerdings mittlerweile die IGT „Reel Touch“ Serie, die einen Touchscreen verwendet) Auf diesem Bildschirm wird -je nach Modell- entweder permanent ein Bonusspiel angezeigt (Wie bei dem älteren Double Diamond Mine o.ä., hier ist der Bildschirm auch deutlich nach rechts versetzt im Gehäuse eingebaut) oder es werden bei neueren Geräten mit zentralem Bildschirm- die Walzen nochmals gezeigt. Im Spiel sieht man also die Drehung der Walzen einmal real und zusätzlich nochmals virtuell auf dem LCD. Ich vermute, der Gedanke dahinter war, die Kundschaft schon mal an reine Videoslots zu gewöhnen. Bei neueren Vison Geräten überwiegen 5 Walzen Geräte, ein Trend der auch bei anderen Herstellers immer deutlicher wird. Es wird aber bei der Vision Series unabhängig von der Anzahl der Walzen immer die gleiche technische Basis verwendet. Man kann also entsprechende Teile- vorausgesetzt, durchaus im selben Gerät, verschiedene Walzenkonfigurationen verwenden. (Es ist allerdings empfehlenswert als Basis eine 5-Walzen Maschine zu verwenden, da die Teile von 3-Walzen Maschinen zur Umrüstung deutlich leichter zu bekommen sind.) Ebenso ist es kein Problem, Standard S-2000 (es gehen sogar S-Plus Spiele) Spiele in einem Vison zu installieren, natürlich wird der Bildschirm dann nicht unterstützt, aber dieser ist dann ja sowieso von der oberen Glasscheibe verdeckt. Es gibt aber hier etwas zu beachten: einige neuere Vision Spiele wie „Double Diamond Run“ oder „Pink Panther“ haben einen sehr spezielle Form der Soundsteuerung. Ist bei einem normalen S-2000 für Custom Sound ein spezielles Multimediaboard auf der CPU montiert, so wird diese Aufgabe bei der Vision Series vom TFT selber erledigt. Im TFT befinden sich zwei Steckplätze (PCMCIA Form) für Flashspeicherkarten, auf denen dann die entsprechenden Files gespeichert sind. Eine von den beiden Steckplätzen ist gewöhnlich mit einer leeren Flashkarte bestückt, hier kann man selber Daten ablegen. Dies können Bilder oder sogar Filmsequenzen sein (avi-Format) die dann entweder bei bestimmten Ereignissen (Auszahlung, Gewinn) oder im Stand-by Betrieb gezeigt werden. Hier ist allerdings eine spezielle Software (IGT Vision Builder) erforderlich, da die Datenstruktur sehr speziell ist. Siehe Bild. Mein aktuelles Gerät ist aus der neueren Vision Serie und momentan mit dem Spiel „Ms. Little Green Men“ ausgerüstet. Es handelt sich um hier um die 5-Walzen Version mit 9 Gewinnlinien. Ich verwende gerade einen Chipsatz, der max. 5 Credite Einsatz pro Gewinnlinie zulässt, was einem Maximaleinsatz von 45 Crediten pro Spiel entspricht. Als ich dieses Gerät bekommen habe, waren die Wazenstreifen extrem verblichen, was allerdings bei neueren IGT Geräten wohl häufiger vorkommt. (Da man als Privatmann keinerlei Ersatzteile für solche Geräte kaufen kann und es auch sehr unwahrscheinlich ist, diese in einem guten Zustand gebraucht zu bekommen, habe ich sie nachgebaut. Da eine derartige Arbeit nicht nicht gerätespezifisch ist, habe ich Erstellung der Walzenstreifen hier beschrieben)
Auf den folgenden Bilder ist der grundsätzliche Aufbau des Gerätes gut zu erkennen. Dieses Gerät wurde vorher in einem deutschen Casino betrieben und funktioniert noch mit Münzannahme und Münzausgabe. In den meisten Casinos in den USA ist TITO (Ticket In, Ticket Out) mittlerweile Standard. Bei Gelegenheit werde ich das bei meinem Gerät mal nachrüsten. Allerdings wird sich dies auf die Ausgabe von Tickets beschränken müssen, da die Annahme von Tickets durch die erforderliche Validierung den Anschluss an ein zentrales Validierungssystem erfordert Momentan ist das Gerät auf die Annahme von 50 Cent (Token) eingestellt. Was wohl typisch für die meisten Geräte ist die in deutschen Casinos aufgestellt sind. Ein einzelnes Spiel mit der maximal möglichen Anzahl von Krediten (in diesem Fall 45)kostet dann die Kleinigkeit von Euro 22,50! Ich kann dies nicht nachvollziehen, den Las Vegas sind solche Geräte hauptsachlich als 1 Cent Geräte aufgestellt, erlauben dann allerdings auch eine höhere mögliche Anzahl an Krediten pro Spiel (typisch max. 200 Kredite pro Spiel, also 2 $ ) Die Münzannahme lässt sich durch den Einsatz eines Coin Comparitors als Münzprüfers allerdings leicht ändern. Schwieriger wird es allerdings beim Scheinakzeptor, denn hier ist das Verhältnis Krediteinheiten pro Scheintyp fest einprogrammiert. Um dies und andere Funktionen- zu ändern, braucht man auch bei diesem Gerätetyp einen Spezialchip, einen sogenannten Keychip. Mit diesem kann man auch spezielle Funktion wie Tokenization und/oder Multidenomination etc. einstellen. Tokenization bedeutet, dass der eingestellte Münztyp nicht gleich dem Preis pro Kredit ist. Es wird stattdessen ein bestimmtes Verhältnis programmiert. In meinen Fall möchte ich gerne einen Kredit für 1 Cent einstellen, dass Gerät soll allerdings weiterhin 50 Cent Münzen annehmen. Dies bedeutet, dass einer eingeworfenen Münzeinheit (hier 50 Cent) der Wert 50 Krediteinheiten zugeordnet wird. Ähnliches gibt es beispielsweise auch bei Flippern, hier gibt es beispielswiese 3 Kredite für ein2 Euro Stück. Da ich meine Geräte allerdings nur als Spardose verwende, baue ich mir immer anstelle eines Coin Comparitor einen NRI Münzprüfer ein..(allerdings die Casinovariante, die schneller ist). Diesen programmiere ich auf eine Annahme von 20 Cent, 50 Cent, 1 Euro und 2 Euro Stücken. Da Slot Machines allerdings nur auf die Anahme eines einzelnen Münztypes ausgelegt sind, gibt dann in meinem Fall- jede eingeworfene Münzsorte 50 Kredite. Mich stört das allerdings nicht. Allerdings habe ich die Hopperauszahlung deaktiviert und auf reines „Handpay“ umgestellt, was nichts anderes bedeutet, als das im Falle einer Auszahlung das Gerät „locked“ und erst durch drehen des Schlüsselschalters wieder in Betrieb gesetzt werden kann. In Casinos passiert dies normalerweise erst bei Auszahlungen grösser als 1000 Münzen. Mittels eines weiteren Spezialchips, einem sogenannten Clearchips kann man bei diesem Gerät auch alle Buchhaltungsdaten zurücksetzen, ohne Clearchip geht dies nur für einen Zeitraum, aber die Gesamtbuchhaltung seit dem letzten Clearchipeinsatz bleibt gespeichert. Eine Besonderheit speziell im Gegensatz zu den Geräten der S-Plus Serie ist bei diesem Gerät hier auch, dass es bereits verschieden Auszahlquoten beinhalten, die man mit dem Keychip auswählen kann. |
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